Podiumsdiskussion: Wie lassen sich Ausbildungsabbrüche gemeinsam vermeiden
Ein weiterer Höhepunkt war die Podiumsdiskussion mit Stimmen aus Ausbildungspraxis, Beratung und Verwaltung zum Thema: „Wie lassen sich Ausbildungsabbrüche gemeinsam vermeiden?“. Auf dem Podium kamen engagierte Stimmen aus unterschiedlichen Bereichen zu Wort:
- Frank Grduk von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie beleuchtete die bildungspolitische Perspektive und betonte die Bedeutung eines starken institutionellen Rahmens für gelingende Ausbildung.
- Kamil Ludyga, Ausbildungskoordinator der BMW Niederlassung Berlin, schilderte aus Sicht eines Unternehmens praxisnah, wie wichtig eine verlässliche Begleitung der Auszubildenden im Betrieb ist.
- Stefan Mathews, Bereichsleiter Ausbildungsberatung & Ausbildungsmarketing bei der IHK Berlin, hob die Rolle der Kammern als Schnittstelle zwischen Betrieben, Auszubildenden und Schulen hervor und betonte die Relevanz passgenauer Unterstützungsangebote.
- Katrin Merscher, Schulleiterin der Oscar-Tietz-Schule, Oberstufenzentrum Handel 2, machte deutlich, mit wie viel Engagement Schulen daran arbeiten, ein stabiles und unterstützendes Lernumfeld für Auszubildende zu schaffen – und welche Herausforderungen dabei zu bewältigen sind.
- Christin Richter, Referatsleiterin bei der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, bezeichnete Ausbildungsabbrüche als systemisches Problem und betonte, wie wichtig ressortübergreifende und koordinierte Zusammenarbeit auf Landesebene ist, um diesem wirksam zu begegnen.
- Birgit Voigt, JAzA-Projektleiterin bei involas, gab praxisnahe Einblicke in die niedrigschwellige, vertrauliche und individuelle Ausbildungsbegleitung im Projekt.
Einen besonders authentischen Einblick aus dem Ausbildungsalltag gab zudem Antonia Budszuhn, Auszubildende zur Automobilkauffrau in der BMW-Niederlassung Berlin und Schülerin am OSZ Handel 2. Sie schilderte offen die häufigsten Probleme im Ausbildungsalltag, darunter fehlende Kommunikation, geringe Vergütung und zu wenig Praxisbezug und betonte, wie wichtig eine individuelle Unterstützung für Auszubildende sei.
Die Diskussion machte deutlich, wie wichtig abgestimmte Prozesse und verlässliche Kooperationen zwischen den verschiedenen Akteuren sind. Weitere Highlights aus der Diskussion können Sie dem Graphic Recording entnehmen.
Bilder: Angela Kröll / involas