Netzwerktreffen von DNA Berlin stärkt Austausch und Zusammenarbeit
Am 12. Mai 2026 kamen Vertreter*innen der Projekte des Förderinstruments 9 (FI 9) zum gemeinsamen Netzwerktreffen der Netzwerk- und Koordinierungsstelle DNA Berlin – Dein Netzwerk für Ausbildungserfolg in den Räumlichkeiten von kiezküchen in Berlin zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, den projektübergreifenden Austausch zu fördern, neue Impulse für die Zusammenarbeit zu setzen und gemeinsame Strategien für eine stärkere Sichtbarkeit des FI 9 zu entwickeln.
Die Dachmarke DNA Berlin übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Sie stärkt die Gesamtwirkung der Beratungsprojekte und Projektträger im FI 9 strukturell, fachlich und organisatorisch, indem sie Vernetzung, Fortbildung und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit fördert. Als Teil der Jugendberufsagentur Berlin unterstützt das Förderinstrument 9 gezielt Projekte zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen und zur Verbesserung der Ausbildungsbedingungen für Auszubildende.
Auftakt mit Projekt-News und aktuellem Austausch
Zum Einstieg um 14 Uhr wurden die Teilnehmenden begrüßt und erhielten in einer kurzen Austauschrunde aktuelle Einblicke in Entwicklungen und Neuigkeiten aus den verschiedenen FI-9-Projekten. Diese Runde bot bereits erste Anknüpfungspunkte für gemeinsame Themen und verdeutlichte erneut die Vielfalt und Relevanz der Beratungsangebote innerhalb des Netzwerks.
Impulsvortrag von BerKo: Grundbildung als Schlüsselthema für Auszubildende
Ein zentraler Programmpunkt war die Präsentation von Johanna Lambertz vom Projekt BerKo – Berliner Kooperationsverbund Arbeitsorientierte Grundbildung. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen der Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung gefördert und von den Projektpartnern Arbeit und Leben gGmbH, Lesen und Schreiben e.V. sowie der Stiftung Grundbildung Berlin umgesetzt.
In ihrem Vortrag stellte Johanna Lambertz die Arbeit und Angebote von BerKo vor und zeigte insbesondere die Schnittmengen zu den Zielgruppen von DNA Berlin auf. Ein wiederkehrendes Problem vieler Auszubildender sei eine mangelnde Grundbildung oder sogar funktioneller Analphabetismus – eine Herausforderung, die sich oft direkt auf den Ausbildungserfolg auswirkt.
BerKo bietet hierzu Entwicklungsworkshops, Beratung sowie digitale Lernangebote, die für viele Projekte im FI 9 eine wertvolle Ergänzung darstellen könnten. Der Vortrag stieß auf großes Interesse und eröffnete neue Perspektiven für mögliche Kooperationen.
Fragerunde mit IBB und SenASGIVA
Im Anschluss hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an Vertreter*innen der Investitionsbank Berlin (IBB) sowie der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA) zu richten.
Im Fokus standen dabei unter anderem Fragen wie:
- Wer ist für welche Bereiche zuständig?
- Welche Rolle übernehmen IBB und SenASGIVA im Förderprozess?
- Wird es einen vierten Förderaufruf geben?
Insbesondere wurde die Zuständigkeit der Netzwerkpartner thematisiert, wenn etwa Auszubildende in Brandenburg leben und sich der Betrieb in Berlin befindet. Sowie die Frage, ob Auszubildende an Workshops von verschiedenen Trägern teilnehmen können.
Der direkte Austausch mit den verantwortlichen Stellen wurde von den Projektträgern als besonders wertvoll wahrgenommen und trug zu mehr Transparenz und Orientierung bei.
Vernetzung bei Kaffee und Kuchen
Nach dem fachlichen Input bot eine gemeinsame Pause bei Kaffee und Kuchen Raum für informelle Gespräche, neue Kontakte und vertiefenden Austausch zwischen den Teilnehmenden: ein wichtiger Bestandteil lebendiger Netzwerkarbeit.
Kleingruppenarbeit: Gemeinsam das Netzwerk gestalten
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens lag auf der aktiven Zusammenarbeit in Kleingruppen. An mehreren Thementischen diskutierten die Teilnehmenden zentrale Fragen zur zukünftigen Ausgestaltung und Sichtbarkeit von DNA Berlin
Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere:
- Gemeinsame Interessen identifizieren und stärken
- Entwicklung gemeinsamer Qualitätsstandards
- Ein gemeinsamer Auftritt des FI 9, etwa durch Flyer und Website
- Dachmarke beiOSZ, Betrieben und Azubis bekanntmachen
Ein zentrales Anliegen war dabei, die Bekanntheit des FI 9 bei Oberstufenzentren (OSZ), Ausbildungsbetrieben und Auszubildenden weiter zu erhöhen und die Angebote der einzelnen Projekte sichtbarer zu machen.
Einblick in die Arbeit von kiezküchen
Den Abschluss bildete eine Vorstellung der Gastgeber*innen von kiezküchen, das seine Arbeit, Projekte und Räumlichkeiten präsentierte. Bei einer Führung konnten die Teilnehmenden die Schulungsküchen, weitere Projekträume sowie den liebevoll gestalteten Garten kennenlernen.
Der Besuch bot nicht nur spannende Einblicke in die praktische Arbeit vor Ort, sondern auch Inspiration für die eigene Projektarbeit.
Gemeinsam stärker für Auszubildende in Berlin
Das Netzwerktreffen hat erneut gezeigt, wie wichtig Austausch, Kooperation und gemeinsame Strategien für die erfolgreiche Unterstützung von Auszubildenden sind. Durch die koordinierte Zusammenarbeit innerhalb des FI 9 entstehen nachhaltige Strukturen, von denen nicht nur die Projekte selbst, sondern vor allem die jungen Menschen in Ausbildung profitieren.