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Mythen über Ausbildung und Studium auf dem Prüfstand

In einem neuen Faktencheck werden zehn Mythen über Ausbildung und Studium widerlegt.

In einer gemeinsamen Analyse der Bertelsmann Stiftung und des CHE Centrum für Hochschulentwicklung werden aktuelle Zahlen zur Ausbildung und zum Studium in den Blick genommen. Ziel ist es, den weitverbreitetsten Mythen rund um die nachschulische Bildung Fakten gegenüberzustellen.

Die in der öffentlichen Wahrnehmung kursierenden Mythen würden die Wirklichkeit verfälschen und es jungen Menschen noch schwerer machen, berufliche Entscheidungen zu treffen. Falsche Annahmen würden sie oftmals dazu bringen, ungeeignete Bildungswege einzuschlagen, während viele passende Pfade nicht einmal als Option in Betracht gezogen würden. Neben individuellem Frust und verpassten Chancen führe das auch gesamtgesellschaftlich zu einer Verschärfung des Fachkräftemangels.

Der Faktencheck geht gegen solche Mythen wie „Nur als Akademiker*in verdient man richtig gut“ oder „Inzwischen machen doch fast alle Schüler*innen Abitur“ vor. Die dabei ausgewerteten Daten zeigen eine erhebliche Dynamik in der nachschulischen Bildung der letzten Jahre sowie eine hohe Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Mythos 6 „Eine Ausbildung oder ein Studium abzubrechen heißt, gescheitert zu sein“ betrifft unser Projekt JAzA ganz direkt. Demnach gebe es vielfältige und nachvollziehbare Gründe für den Abbruch einer Ausbildung oder eines Studiums, die eher eine Umorientierung im Bildungsweg bzw. eine Suchbewegung junger Menschen bedeuten. Auch in JAzA steht hinter einer vorzeitigen Vertragslösung häufig ein Wechsel des Ausbildungsbetriebes. Allerdings weist die Studie auch darauf hin, dass fünf Prozent der Abbrecher*innen sich dauerhaft von der Berufsausbildung abwenden.

Der Faktencheck ist auf der Website der Bertelsmann Stiftung verfügbar.