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In MINT-Berufen wird besonders viel ausgebildet

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Beschäftigtenbestands in Deutschland.

Neuer Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt eine besonders hohe Ausbildungsbereitschaft in Berufen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Um zu messen, in welchen Berufen Betriebe besonders viel ausbilden, wurde die Anzahl der Ausbildungsanfänger*innen ins Verhältnis zur Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in denselben Ausbildungsberufen gesetzt. Betrachtet wurden dabei 139 Berufsgattungen mit mindestens 10.000 Beschäftigten. Auch in den Berufen mit besonders hohen Ausbildungsanfänger*innenquoten bestehen Besetzungsprobleme. So waren mehr als 317.000 der bundesweit unbesetzten Stellen im vergangenen Jahr solche, die in der Regel eine Berufsausbildung voraussetzen.

Im Durchschnitt kamen laut IW-Kurzbericht im Jahr 2023 auf 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 4,2 Ausbildungsanfänger*innen. Nachwuchs in MINT-Berufen wurde besonders gefragt. Hier bildeten die Unternehmen laut der Analyse verstärkt aus. Fünf der zehn beliebtesten Ausbildungsberufe Deutschlands wurden erst in den letzten 30 Jahren neu in die Ausbildung eingeführt und zählen somit zu den jüngeren Berufen. Die höchste Ausbildungsanfänger*innenquote gab es in der Softwareentwicklung.  Auffällig ist zudem, dass in den meisten der Top-10-Berufe zugleich überdurchschnittlich viele Ausbildungsplätze besetzt werden können. Handlungsbedarf sieht der Bericht auch bei der Zusammenführung von Ausbildungsangebot und -nachfrage. Hier sind zusätzliche Anstrengungen in der Berufsorientierung und im Ausbildungsmarketing erforderlich.

Der IW-Kurzbericht ist kostenlos online verfügbar.